Eine Welt, wie sie sein könnte. Phantasievoll ausgedacht. Personen, mit denen wir uns identifizieren können, aber nicht müssen. Manchmal sehr nah, manchmal in einer Welt, die wir uns so fremd nicht vorgestellt hatten, bis ein Buch uns die Augen öffnet. Lesegenuss.


John Ironmonger. Der Wal und das Ende der Welt. Ich habe mich mehrmals im Impressum vergewissert, wann John Ironmonger dieses Buch veröffentlicht hat: Das war 2015, und nicht jetzt unter dem Eindruck der Corona-Pandemie. Warum das wichtig ist: „Der Wal und das Ende der Welt“ ist eine wunderbare Parabel darüber, wie in Zeiten einer Pandemie ein Dorf zur Welt wird und die Welt zu einem Dorf. Aber was haben ein Analyst, ein Bankier und ein Finnwal damit zu tun? >>

Delia Owens. Der Gesang der Flusskrebse. Dass dieser Roman ein Erstlingswerk ist, mag man kaum glauben. Beeindruckend sind die erzählerische Reife und die Zartheit der Sprache, die im krassen Gegensatz zum Sujet steht. Inhaltlich hat er all das, was ein gutes Buch ausmacht: Die verschiedenen Erzählebenen lassen unterschiedliche Lesarten zu. >>

 

Andreas Eschbach. Eine Billion Dollar. Eschbach erzählt in seinem Buch „Eine Billion Dollar“ ein modernes Märchen, wie es wohl jeder schon so oder ähnlich taggeträumt hat: Man wäre als Baby vertauscht worden und in Wirklichkeit ein Prinz oder eine Prinzessin. Wenn nur endlich einer käme und das Versehen aufdecken würde. Dann wäre man nicht nur seine „bucklige Verwandtschaft“ los (unbeachtet, dass man nicht weiß, welche neue dann dazukommt), sondern auch reich… >>