Was gerade geschieht

21. Februar 2019. Pünktlich um 9:30 Uhr trafen Staatsministerin Angela Dorn und die Landtagsabgeordnete Nina Eisenhadt (Die Grünen) bei uns ein. Sie hatten eine Stunde Zeit mitgebracht, ließen sich von uns das Projekt ausführlich erklären. Was uns besonders gefreut hat, war das Interesse von Staatsministerin Dorn für die Besonderheit in der Verbindung von Denkmalschutz mit Barrierefreiheit und Klimaschutz durch CO2-Neutralität. „Ich danke der Familie Canibol, dass sie die beschwerliche Sanierung auf sich genommen hat, mit allen Unwägbarkeiten und Überraschungen, die bei einem solch ambitionierten Projekt auftreten können. Die Schulstraße 13 in Groß-Gerau ist ein Vorzeigeprojekt: Ein historisches Kulturdenkmal wurde erhalten, die Häuserzeile wurde deutlich aufgewertet und die Familie hat sich ein individuell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Zuhause geschaffen“, betonte Kunst- und Kulturministerin Angela Dorn bei ihrem Besuch. „Zugleich wurde auch ein ökologischer Beitrag geleistet.“

Die im Juni 2018 erstmals verliehene Auszeichnung „Denkmal des Monats“, können Personen, Initiativen oder Körperschaften erhalten. Sie sollen sich bei der Erhaltung ihrer Denkmäler in besonderer Weise verdient gemacht haben. Vorgestellt werden denkmalpflegerische Maßnahmen, die individuell, mit handwerklich-technischer Qualität und besonderem Engagement ausgeführt wurden. Das Landesamt für Denkmalpflege Hessen wählt die Preisträgerinnen und Preisträger aus den Bewerbungen für den Hessischen Denkmalschutzpreis aus. Die Denkmäler werden auch auf kunst.hessen.de vorgestellt.

Bericht von Charlotte Martin im Echo Groß-Gerau am 25. Februar.

Bericht von Claudia Kabel in der Frankfurter Rundschau am 25. Februar.

 


19. Februar 2019. Heute erhielten wir einen Anruf aus dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Die seit Mitte Januar amtierende Staatsministerin Angela Dorn habe unser Haus zum "Denkmal des Monats" erkoren. Welch große Überraschung!!! Der Besuch von Frau Dorn mit Überreichung von Urkunde, Plakette und Scheck wird am Donnerstagmorgen erfolgen. Also auf! Und alles fein machen! Vor allem sind wir gespannt, was das Ministerium überzeugt hat. Wir werden am Donnerstag das tun, was wir unglaublich gerne tun: Gastgeber sein. Und freuen uns auf den Besuch.


November/Dezember 2018. Was wir nicht wussten: Unser Denkmalprojekt hat den Weg in das Auswahlverfahren für den Denkmalschutzpreis des Kreises Groß-Gerau gefunden. Im November wurden wir von der Nachricht überrascht. Am 14. Dezember fand dazu eine kleine Feierstunde im Georg-Büchner-Saal des Kreishauses statt. Leider waren andere, offensichtlich repräsentativere Projekte für die Jury interessanter.


30. August 2018. Leider konnten wir die Jury des Hessischen Denkmalschutzpreises nicht zweifelsfrei überzeugen, unser Konzept des barrierefreien Wohnens und Arbeitens im Denkmal auszuzeichnen. Eine kleine Enttäuschung war das schon. Dennoch: Für uns war die Bewerbung Anlass, das Erreichte und den Weg dahin mit einigem Stolz zu betrachten. Immerhin werden wir als einzige Nicht-Preisträger im Film zum diesjährigen Denkmalschutzpreis gezeigt - vielleicht auch, weil wir unsere Passion so überzeugend vermittelt haben.

 


 

23. Mai 2018. Vor einem Monat erfuhren wir, dass unser Haus eines von landesweit 13 Objekten ist, die für die Endrunde des diesjährigen Hessischen Denkmalschutzpreises ausgewählt wurden. Die Bewerbung dazu hatten wir im Februar eingereicht. Die Teilnahme angeregt hatte das Mitglied im Denkmalschutzbeirat von Groß-Gerau und langjähriger ehrenamtlicher Mitarbeiter des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen in der Bodendenkmalpflege, Lebrecht Viebahn.

So besichtigte eine Jury, bestehend aus Vertretern der Denkmalpflege, des Denkmalschutzes und des Handwerks, am Morgen des 23. Mai unser Haus. Den Vorsitz der Jury hat Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen. Auch die lokale Presse war zum Temrin gekommen.

Heinz Wionski, Abteilungsleiter Bau- und Kunstdenkmalpflege, berichtete, wie es dazu gekommen war, das Ensemble unter Denkmalschutz zu stellen. Denn ursprünglich ging es um die Prüfung, ob man das Objekt abreißen könne. Doch ein Gutachten stellte fest, dass es sich bei den eigentlich zwei Häusern um ein seltenes Ensemble handelt, das aus dem geschichtlichen Kontext heraus erhaltenswert ist.

Architekt Udo Raabe von der Planungsgruppe Darmstadt wies auf die Vorbildfunktion von Groß-Gerau in städtebaulicher Hinsicht hin und erläuterte, wie er zusammen mit engagierten Kollegen im Landtag darauf hinwirkt, das Hessische Baurecht für die Erweiterung historischer Ensembles zu ändern.

Lebrecht Viebahn wies mit eindrucksvollen Bildern auf die starke Zerstörung Groß-Geraus durch Bomberangriffe im 2. Weltkrieg hin (siehe Bildergalerie). Es müsse mit dem Preis auch honoriert werden, so sein Plädoyer, wenn Privatleute das noch vorhandene historische Erbe bewahrten.

Wir als Hausherren zeigten auf, dass es uns auch um eine Vorbildfunktion geht, mit einer zeitgemäßen Interpretation ein unter Denkmalschutz stehendens Ensembles zu nutzen: nachhaltig, energieeffizient, CO2-neutral, barrierefrei. Und dass wir bereits in der Vergangenheit mit Öffentlichkeitsarbeit anderen Interessenten Mut gemacht haben, ähnliche Pläne umzusetzen.

Wir hoffen, dass wir die Jury mit unserer zeitgemäßen Interpretation der Nutzung eines unter Denkmalschutz stehenden Ensembles überzeugen konnten.

Das Groß-Gerauer Echo berichtete am 24. Mai in einem ausführlichen Beitrag.

Bilder: Susanne Theisen-Canibol

Besonders gefreut hat uns ein Brief von Jürgen Volkmann, Leiter des hiesigen Stadtmuseums. Er schrieb unter Bezug auf die Finalteilnahme: „… Sie haben im historischen Siedlungskern von Groß-Gerau in unmittelbarer Nachbarschaft zur Stadtkirche und zum Sandböhl ein Kleinod geschaffen, das geeignet ist, einen Teil der vorindustriellen Bausubstanz Groß-Geraus als Ackerbürgerstadt beispielhaft zu dokumentieren. Diese Bausubstanz ist ja bekanntlich durch die starken Zerstörungen am Ende des 2. Weltkrieges im Kern Groß-Geraus weitgehend verschwunden und nur noch inselhaft nachvollziehbar. Ihr Anwesen ist zukünftig eine dieser nun im besonderen Maße präsentablen Inseln, die einen prägenden Teil der Groß-Gerauer Identität repräsentieren und insbesondere auch im Rahmen der von uns angebotenen Stadtführungen zukünftig vorgestellt und thematisiert werden..."


6. Mai 2018. Eigentlich sollte die offizielle Einweihungsfeier zu unserem Zuhause in der Schulstraße 13 bereits vor einem Jahr stattfinden. Doch vieles war damals noch nicht fertig. So bot es sich an, die Feier, verbunden mit einem runden Geburtstag, am 6. Mai dieses Jahres steigen zu lassen. Das Wiedersehen mit langjährigen Freund(inn)en und viel Familie bei strahlendem Sonnenschein war sehr gelungen. Hier geht es zur Bildergalerie >>


26. April 2018. Mitten in den Vorbereitungen zur Gewerbeschau in Groß-Gerau erreicht uns die Nachricht, dass unser Bauprojekt unter den letzten zehn Bewerbern für den Hessischen Denkmalschutzpreis 2018 ist. Die Besichtigung durch die Jury, bestehend aus Vertretern der Denkmalpflege, des Denkmalschutzes und des Handwerks, wird am 23. Mai erfolgen. Den Vorsitz der Jury hat Dr. Markus Harznetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen.

Unser besonderer Dank gilt Lebrecht Viebahn, der uns ermutigtet, uns für den Preis zu bewerben.


20. April 2018. Bereits zum zweiten Mal hatte Susanne Gäste aus der polnischen Partnerstadt Szamotuły zu Gast. Agata Dobak und Kinga Machaj zeigten beim Frühlingserwachen Schmuck und Lebkuchenkunst. Bürgermeister Erhard Walthertraf sich bei seinem Rundgang durch die Groß-Gerauer Innenstadt mit den Gästen.


24. und 25. Juni. Zum diesjährigen Tag der Architektur haben wir unsere Türen geöffnet. Wir wollten Fachleuten und privaten Bauherren zeigen, wie wir das Thema "Barrierefrei Wohnen und Arbeiten im Denkmal" umgesetzt haben. Es kann Anregung für andere sein, aktuelle Themen innerstädtischen Bauens umzusetzen und dabei mögliche Anforderungen der Zukunft gleich mitzuplanen. Zu den Führungen, die Reiner Lenz von der Planungsgruppe Darmstadt leitete, kamen rund 30 interessierte Besucher: Architekten, Städteplaner und private Bauherren.Besonders schön war, dass die früheren Besitzer des Hauses die Gelegenheit nutzten, ihren Freunden zu zeigen, wie sich das Haus verändert hat und wie wir nun dort leben.


08. bis 14. Juni 2017. Zum Tag der Architektur werden Restarbeiten erledigt. ein großer Brocken ist noch das Hoftor. Die Eingangstür ist am Schluss während der Bauarbeiten verloren gegangen. Sie muss ersetzt werden. Aber das Tor weist auch verschiedene Bruchstellen auf, die teils saniert, teil stabilisiert werden müssen. Eine Schwierigkeit ist, dass das Tor für die Reparatur nicht aus den Angeln gehoben werden kann.

Der Schock kommt dann am 13. Juni. Der Türposten, auf dem das Obergeschoss vorne steht, ist durch aufsteigende Nässe von unten marode. Das konnten die Zimmerleute erst in dem Augenblick sehen, wo sie die Verkleidung entfernt haben. Nun muss eine Extraschicht eingelegt werden: Das Obergeschoss wird abgestützt, die angegriffenen Teile des Postens herausgeschnitte und durch neues Holz ergänzt werden. Beim Zimmermannsbetrieb von Jan Wenner sind wir da in den richtigen Händen.

Jetzt können die Maler kommen und das Tor streichen.

 


09. März. "Bauen mit dem Denkmalamt" hat die FAZ einen ganzseitigen Bericht im Rhein-Main-Teil überschrieben. Dort werden mehrere Bauprojekte im Kreis Groß-Gerau vorgestellt, unter anderem auch unser Haus. Das Landesdenkmalamt hatte die Redakteurin Tatiana Roeder auf das Haus aufmerksam gemacht. Den Bericht kann man hier lesen >>


Januar 2017. Landeskonservator Heinz Wionski kommt zusammen mit seiner Mitarbeiterin Britta Schack und einer FAZ-Redakteurin bei uns vorbei. Alle sind begeistert, was wir auf unserem kleinen Innenstadtgründstück umgesetzt haben. Ein paar Tage später macht Christine Krienke vom Landesamt für Denkmalpflege Fotos, um das Projekt auch auf Vorträgen vorstellen zu können.


27. November 2016. Zum 1. Advent haben wir die Torhalle mit einem Herrnhuter Stern geschmückt und im Haus den großen Adventkranz herausgeputzt. Wir wünschen allen eine besinniche Adventseit.


24. November 2016. Die Fassade ist nun vollständig. Der Schreiner hat die aufgearbeiteten Fensterläden  eingehängt. Schwierig war es, die richtige Farbwahl zu treffen. Zwischen Taubenblau und Tannengrün konnte uns lange Zeit nichts überzeugen. Das Ergebnis jetzt kann sich wirklich sehen lassen.


Oktober 2016. Schildbürgerstreich der Telekom. Der Telefonanschluss wird nach außen an die Hauswand gelegt, in die Durchfahrt. Keiner weiß, warum. Beim Unternehmen selbst erhalten wir unterschiedliche Auskünfte zum  Vorgang. Der Service ist sicher, dass doch noch gar kein Anschluss gelegt sei, die Bauherrenstelle ist felsenfest der Meinung, dass der Vorgang komplett abgeschlossen sei. Erst ein Foto kann sie davon überzeugen, dass da etwas schief gelaufen ist. Es wird noch bis zum 11. November dauern, bis Internet und Festnetzt geschaltet werden.


10. September 2016. Es ist schön zu sehen, wie häufig Menschen am Haus stehenbleiben, es interessiert anschauen und auf das eine oder andere Detail deuten. Heute kam ein Ehepaar vorbei, das sich offenbar rege  über das Haus unterhielt. Als ich sehe, wie sie diskutieren und interessiert schauen, öffne ich das Fenster, um mich mit ihnen zu unterhalten. Es geht hier angenehm kommunikativ zu. Das Paar erzählt, selbst seinerzeit überlegt zu haben, Haus und Grundstück zu kaufen. 


Arbeiten in der Schulstraße 13

05. September 2016. Das Arbeiten in den neuen Räumen von fakten + köpfe macht richtig Spaß. Noch fehlen weitere Abstellflächen in Schränken. Viel Platz nehmen die Belegexemlare der Veröffentlichungen ein. Das Erdgeschoss ist komplett mit dem Rollstuhl nutzbar, auch das WC. Das zweite Büro im Obergeschoss ist inzwischen voll funktionsfähig.


05. September 2016. Die Hebeplattform ermöglicht den Übergang von einem Gebäudeteil zum anderen mit dem Rollstuhl: hier das private Wohnen, dort die Büroräume von fakten + köpfe. Ich habe gerade im Blog nach unten gescrollt: Im August 2015 hatte der Zimmermann den Durchbruch geschaffen, der die Gebäude miteinander verbindet.


21. August 2016. Das trockene Sommerwetter war in den Tagen des Umzugs hilfreich. Als es schließlich regnet, gibt es ein wunderbares Himmelsschauspiel: ein kompletter, doppelter Regenbogen.


Einzug ins neue Haus

12. bis 14. August 2016. Fleißige Helfer tragen dazu bei, dass wir am Ende der Umzugswoche tatsächlich beide Häuser nutzen können, wenn auch noch nicht alle Räume - das neue Haus zum Wohnen, das Fachwerkhaus zum Arbeiten. Freunde kommen mit den besten Wünschen, Brot und Salz vorbei. Danke an alle! Meine Schwester Annemarie hilft übers Wochenende und packt kräftig an. Eine Herausforderung ist, für die all die Bücher und CDs den richtigen Platz zu finden. Schnell wird uns bewusst, dass die loftartige Bauweise wenig Ecken und Wände bietet, hinter denen man eben mal etwas veschwinden lassen kann.

Peter genießt die neue Bewegungsfreiheit, die ihm das barrierefrei Wohnen bietet. Besonders gelungen ist das Bad. Dort haben wir die Anforderungen an die rollstuhlgerechte Ausstattung mit modernem Design verknüpft.


10. August 2016. Während Peter sich von meiner Schwester Ingrid in Groß-Gerau verwöhnen lässt, nutzte ich den Zwischentag, um im Büro das abzuarbeiten, was die vorhergegangenen Tage liegengeblieben ist. Der Rest wird endgültig in Kistenverstaut. Leider kommt am zweiten Umzugstag mein Schubladenelement vom Schreibtisch nicht in Groß-Gerau an. Es wird nicht wieder auftauchen.


09. August 2016. Die Umzugswagen haben am Dienstag in Kelsterbach einen kleinen Teil der Möbel und den Großteil der Umzugskisten geladen. Im Vorgespräch fanden wir die Idee überzeugend, den Umzug an zwei Tagen zu machen - mit einem Tag Pause dazwischen. Für Peter bietet sich dadurch die Möglichkeit, direkt von Kelsterbach nach Groß-Gerau mitzuziehen. Die Alternative wäre gewesen, dass er einen Tag in einem Hotel verbracht hätte, um sich zwischendurch immer mal wieder ausruhen zu können. Der Gedanke daran gefiel ihm so gar nicht. So verbringen wir am 09. August die erste Nacht im neuen Haus.

Damit das Büro so schnell wie möglich wieder einsatzfähig ist, hatten wir vorab neue Schreibtische aufgestellt, Lampen installiert und die PC im Pkw transportiert. Unter großem Einsatz arbeiten Claudia Mauelshagen und Gabi Schmitt daran, die Arbeitsplätze gleich nutzbar zu machen. Einzig die Telekom macht uns einen Strich durch die Rechnung. Sowohl auf Internet (aus dem Kabel) als auch auf Festnetz müssen wir wohl noch einige Zeit verzichten. Ein Lob auf mobile Netze!


Letzte Arbeiten

08. August 2016. Kaum zu glauben: Morgen soll schon der erste Teil des Umzugs stattfinden. Die Schreiner passen noch die neue Haustüre ein, während drinnen geputzt wird. Überall gibt es noch Ecken, in denen  Material herumliegt.


April/Mai/Juni 2016. Langsam lassen die Arbeiten ein erstes Gefühl zu, dass wir in einigen Wochen ins neue Haus einziehen werden. Auch wenn es immer wieder Rückschläge gibt: falsch montierte Griffe hier, Daueregen im Mai dort. So ziehen sich die Arbeiten am Hof schießlich über drei Wochen. Das war so nicht geplant.


Die Schulstraße erhält ein neues Gesicht

13. April 2016. Das heutige Datum passt perfekt zur Adresse. Gerade passiert etwas ganz Besonderes. Das Gerüst wird abgebaut und unser Haus gibt damit der Schulstraße ein neues Gesicht. Das Groß-Gerauer Echo kam heute auch vorbei, um mit mir - Susanne - und dem Architekten Reiner Lenz von der Planungsgruppe Darmstadt über das Haus zu sprechen. Wir sind richtig stolz, dass wir jetzt diesen großen Schritt getan haben. Morgen fahren Peter und ich gemeinsam zur Schulstraße und hinterher wird ein bisschen gefeiert.


21. März 2016. Heute gab es eine sehr gute Nachricht. Die Torhalle kann erhalten bleiben. Um hohe Dämmwerte am Denkmal zu erreichen, war ursprünglich geplant, die Halle mit Dämmung zu versehen. Die schöne Struktur, die uns auf den ersten Blick begeistert hat, wäre unter Trockenbau und Dämmung verschwunden. Nun aber haben wir eine Möglichkeit gefunden, das Gebäude von innen stärker zu dämmen. Es wäre ein Jammer gewesen, wenn wir dort in Zukunft einfach nur eine sterile Einfahrt gehabt hätten.


Februar/März 2016. Nachdem das Wetter im Januar für die Dackdecker- und Malerarbeiten zu kalt war, zeigen sich die Fortschritte ab Februar für alle sichtbar. Das Dach wurde mit Biberschwänzen gedeckt, die Giebelseite verputzt und gestrichen. Jetzt fehlen nur noch die Malerarbeiten am Fachwerk. Wer momentan hinter die Bauplane schaut, sieht an Fensterlaibungen und Holzbalken eine ganze Farbpalette aufgetragen. Es sind Tests, welche Farbkombinationen am besten zusammenpassen. Vom Landesamt für Denkmalpflege gab es die Auflage, die Farben an das Erscheinungsbild der umliegenden Häuser anzupassen. Zurzeit warten wir auf die Genehmigung unserer farblichen Vorstellungen. 

Auch der Innenausbau ist in diesen Wochen weiter fortgeschritten:  Im Fachwerkhaus wurde die erste Lage Dämmputz aufgetragen und endlich der Estrich aufgebracht, sieben Wochen später als geplant. Nach Ostern kann mit dem weiteren Innenausbau fortgefahren werden. 


Substanz erneuern

Oktober/November 2015. Nachdem der Putz komplett vom Fachwerkhaus entfernt worden war, stellte sich heraus, dass die westliche Giebelwand im mittleren Teil vollkommen marode war. Während an den Traufseiten im Obergeschoss Eichenholz zum Einsatz gekommen war - das Erdgeschoss ist mit Feldbrandziegeln gemauert -, das weitgehend über die 300 Jahre intakt blieb, waren die (ehemaligen) Stützen an der westlichen Giebelwand aus Nadelholz. Das gesamte mittlere Drittel hatte keinen Stand mehr und musste entfernt werden. Quadratmeter für Quadratmeter wurde das marode Material entfernt und die Substanz neu aufgebaut. Teilweise sahen die Statikkonstruktionen, die die Wand während der Phase stützten, abenteuerlich aus. 

Zur selben Zeit wurde der Dachstuhl durch den Zimmereibetrieb Jan Wenner saniert. Sparre für Sparre wurde geprüft, schlechte Holzteile herausgeschnitten und neue eingesetzt. So konnte die Grundsubstanz erhalten bleiben.


September/Oktober 2016. Im Innenausbau ist einiges geschehen, das man kaum bemerkt. vor den Augen anderer verborgen (weil auf dem Dachboden arbeitend), dafür aber mit großem Fleiß hat die Firma CS Technics aus Gernsheim die Heizanlage Stück für Stück installiert.

Außerdem wurden im Neubau die Grundinstallationen für Sanitär, Heizung und Elektrik so weit vorbereitet, dass der Estrich aufgebracht werden kann.


11./12. August. Der Durchbruch ist gemacht: Die alte Außenwand weicht einem breiten Durchgang. So kann Peter sich zukünftig mit dem Rollstuhl zwischen den Gebäuden bewegen.


Etwas für die Schönheit

Juli /August 2015. Noch ist die Schönheit Kür. Dennoch ist seit Sommer 2015 Stefanie Hartung-Schween Teil unseres Bauteams. Die studierte Innenarchitektin ist eine wunderbare Hilfe, wenn es um den Innenausbau geht. Viel Spaß hat es gemacht, mit ihr zusammen die Fliesen für Neu- und Altbau auszusuchen. Das riesengroße Angebot bei Fliesen Kny in Mörfelden-Walldorf haben wir voll ausgenutzt und uns für ungewöhnliche Designs entschieden. Nostalgisch anmutend, auf Neudeutsch "Vintage", wird der Stil im Fachwerkhaus. Große, moderne Farben und Formate wird es im Neubau geben. 


Wenn der Kunde stört

Sommer 2015. Nachdem die Arbeiten am Haus im Frühjahr 2015 zügig vorangeschritten waren, kam im Sommer die Ernüchterung. Schreinerei Meyer, die wir mit den Fenstern und der Haustür für den Neubau beauftragt hatten, ließ uns über Wochen hängen. Die Lieferung kam schon mit drei Wochen Verspätung. Und wie sich dann herausstellte, war ein bodenhohes Fenster nicht produziert worden. Aus einer Woche Nachlieferzeit wurden am Ende sechs Wochen. Wertvolle Zeit war verloren, der Estrich konnte über Wochen nicht aufgebracht werden.

Und nicht nur das: Das Treffen im Mai, bei dem wir uns die Ausführungen hatten erklären lassen, weil die comupterzeichnungen uns allzu grob erschienen waren, schien nicht stattgefunden zu haben. Die Ausführungen waren entgegen der Versicherung durch Herrn Meyer genauso grobschlächtig wie die Ausdrucke, die über die wir im Mai diskutiert hatten. Harmonische Proportionen sehen anders aus.

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, nur über die positiven Dinge am Bau zu schreiben. Meine Erfahrungen mit der Schreinerei Meyer aus Michelstadt sind bis heute - inzwischen haben wir März 2016 - so wenig erfreulich, dass ich nicht darüber hinweggehen kann. Ich habe noch nie im Leben einen Handwerker getroffen, der einem Kunden so wenig Achtung entgegengebracht hat. Bei Terminen wurden wir ohne Ausnahme versetzt, kein Kundenwunsch wurde erfragt, auch dann nicht, wenn es dringend notwendig gewesen wäre. Und die Bockigkeit, mit der bis heute versucht wird, Fehler auf andere abzuschieben, ist "außergewöhnlich". Um es kurz zu sagen: Dort stört der Kunde.


21. Mai 2015. Heute Vormittag war Lokaltermin mit der Schreinerei Meyer, die Fenster und Türen für den Neubau anfertigt und einbaut. Das war nützlich, weil so die etwas vereinfachenden Computerskizzen in ein anderes Licht gerückt wurden. Nun warten wir ungeduldig auf die Genehmigung der Farbwahl für das Fachwerkhaus, so dass wir die Produktion von Fenstern und Türen farblich festlegen und in Auftrag geben können. denn das soll aufeinander abgestimmt werden. Die Farbwahl haben wir vor mehr als zwei Monaten beim Denkmalamt eingereicht.

An anderen Stellen geht die Arbeit voran. Mit Hochdruck wird zum Nachbargrundstück die Fassade gedämmt und dann auch bald verputzt. Zudem wurde der Zuleitungsgraben für die Erdwärme ins Haus gegraben. Heute Nachmittag war ich zusammen mit Peters langjährigem Schachfreund Christoph dabei, als die Verbindung zwischen Fachwerkhaus und Neubau geschaffen wurde. Die Lehmzeigel im Gefach ließen sich mit wenigen Hammerschlägen herausschlagen. An die Stelle wird eine breite Schiebetür kommen, so dass Peter in Zukunft ausreichend Platz hat, mit dem Rollstuhl in den Flur einzudrehen.


Ein Schreck am Nachmittag. Als ich Christoph durch die Baustelle führte, hörte ich aus dem Gewölbekeller heraus Wasser plätschern. Das Geräusch konnte nichts Gutes verheißen. Meine Vermutung bestätigte sich schnell: Die alte Wasserleitung hatte ein Leck - offenbar noch nicht allzu lange, denn die Pfütze hielt sich nach erstem Augenschein in Grenzen. Das Architektenbüro beauftragt umgehend einen Installateur, die Leitung abzudichten.


Besorgte Minen

07. Mai 2015. Unser Augenmerk gilt ab sofort der Substanz des alten Fachwerkhauses. Heute war Termin mit Architekt, Statiker, Dachdecker, Zimmermann und Denkmalbehörde. Die Betonpfannen wurden vom Dach genommen. Nun sieht man, dass die Sparren des Dachstuhls teils früher schon einmal erneuert bzw. verstärkt worden sind. An der Wetterseite liegen die Sparren teilweise gar nicht mehr auf und. Auch sehen wir, dass die Dachstühle der beiden Häuser nie miteinader verbunden wurden. Es gibt also in den nächsten Wochen viel Arbeit für die Zimmerleute, bevor der Dachdecker die Bieberschwänze aufbringen kann. 

Zur Straßenseite hin zeigt sich das Haus mit einer guten Substanz. Hier wurden größtenteils Eichenbalken verwendet, die in einem sehr guten Zustand sind. Jetzt zeigt sich auch die sogenannte Kehlung der Balken unter dem Dach, die ein Hinweis darauf ist, dass das Fachwerk als Sichtfachwerk erstellt wurde. Das bestätigt uns darin, zukünftig das Fachwerk offen zu zeigen und zur Straße hin nicht zu verputzen. Außerdem kann man dann auch optisch die beiden Hausteile in ihrer Entstehungsgeschichte nachvollziehen. Das finden wir spannend.

Gut, dass wir den Putz weggenommen haben. An der Wetterseite zeigen sich starke Schäden an der Substanz. Das Fichtenholz hat der starken Beanspruchung über die zweieinhalb Jahrhunderte nicht standgehalten. Hier müssen Teile der Wand ausgetauscht werden.


Das Richtfest

10. April 2015. Ein wunderbarer Moment: Mit fast 60 Freunden, Familie, Nachbarn, Handwerkern, Architekt und Mitarbeitern der Planungsgruppe freiern wir Richtfest. Das Wetter zeigt sich von der besten Seite. Peter und ich freuen uns sehr über den großen Zuspruch. An dieser Stelle ein Dank an alle für die vielen Geschenke. Übrigens: Das Brot zum Richtfest das der Bauunternehmer Kai Dörhöfer, dessn Mitarbeiter den Rohbau errichtet haben, mitbrachte, ist ein Gedicht. Hier geht es zur Bildergalerie >>.


Ostersonntag, 05.April 2015. Beim Familienspaziergang präsentiert sich die Baustelle von ihrer schönen Seite: Der Kran ist weg, die Baustelle sauber und bereit für die nächsten Schritte. Das Dach ist mit einer Plane abgedichtet. So iszt alles bereit für das Richtfest am Ende der kommendne Woche. Der Dachdecker hat den Aufzug für die Dachpfannen schon gestellt. Im Erdgeschoss des alten Hauses ist endlich die Trennwand entfernt. Nun haben wir einen großen Raum, in dem ab dem Spätherbst unsere Schreibtische stehen werden.


19. März 2015. Bilder oben: Besprechung auf der Baustelle. Was ist für die Firma Dörhöfer noch zu tun? Stefan Plobner bespricht mit Bauleiter Dilaver Hazer und Polier Yassin Campina die Arbeiten im alten Haus. Eine Wand soll weichen, um den Raum im Untergeschoss vom Schnitt dem Obergeschoss anzupassen. Dazu muss die Decke mit einem Unterzug abgestützt werden. Thema heute außerdem: Was ist am Dachstuhl zu beachten, wenn es an die Dämmung geht? Herrlich ist der Blick vom Flachdach in den hohen Wohnraum.

Bilder unten: Saubere Sache: Am Dienstag lagen im Garten noch die Baumaterialien herum, nun ist davon fast nichts mehr übrig.



Der Rohbau wächst

17. März 2015. Bild oben: Die Aufräumaktion rund um den Rohbau ist in vollem Gange. Bis Ende der Woche soll das Grundstück frei von Baugerümpel sein. Bild unten: Derweil werden Unebenheiten in den Seitenwänden noch beigeputzt.


11. März 2015. Das sieht nach Haus aus. Heute wurde der Dachstuhl gestellt. Und gleich wirkt die Baustelle ganz anders. Die Handwerker beeilen sich, weil sie möglichst noch den stehenden Kran nutzen wollen. Das kommt uns gerade zugute.


05. März 2015. In dieser Woche wurde ein Teil der Gerüste aufgestellt. Jetzt wachsen am Neubau die Giebel für das Satteldach in die Höhe. Der Zimmermann steht schon in den Startlöchern. Denn er möchte den Kran noch mit nutzen. Den Tag für das Richtfest haben wir auch schon gefunden. In der Woche nach Ostern wird es so weit sein.


25. Februar 2015. Vergangene Woche stand man im Neubau unter freiem Himmel. Gestern wurden die Deckenteile für das Flachdach und die Zwischendecke im Schlafzimmer aufgebracht. Sie wird in den nächsten Tagen mit einer Zementschicht bedeckt werden.

Kleiner Wermutstropfen: Leider sind die Aussparungen für die Lampen, die in die Decke eingelassen werdenn, nicht exakt dort, wo sie geplant waren. Jetzt werden wir zur Küche hin eine zusätzliche Beleuctung planen.


Inzwischen lässt sich erahnen, wie luftig der neue Eingang in das Haus sein wird. Links neben der Treppe wird ein Hublift den Höhenunterschied für den Rollstuhl bequem überwindbar machen.


20. Februar 2015. Nachdem im vergangenen Jahr über Monate nicht gebaut werden konnte, ist es jetzt kaum zu fassen, wie schnell das Haus wächst. Hoffen wir, dass die Decke in der kommenden Woche aufgebracht werden kann. 


 

19. Februar 2015. Das Haus wächst unglaublich schnell. Heute sind fast alle Mauern bis auf Deckenhöhe hochgezogen. In der kommenden Woche soll schon die Decke des Flachdachs entstehen.

 

Damit man in Zukunft nicht jede Schubkarre Erde, Blumen oder Mulch durchs Haus tragen muss, haben wir einen überdachten Durchgang geschaffen.


 

15. Februar 2015. Heute stand ich das erste Mal im Wohnzimmer, in der Küche, im Esszimmer,  im Schlafzimmer und im Badezimmer. Jedenfalls dort, wo diese zukünftig sein werden. Sah die Bodenplatte vor ein paar Tagen noch so geräumig aus, so verändert sich die Wahrnehmung, je höher die Mauern gezogen werden.

 


29. Januar 2015. Besprechung auf der Baustelle: Statiker Stefan Plogner aus Trebur erklärt dem Polier der firma Dörhöfer, Yassin Campina, und Andrea Albert, Mitarbeiterin der Planungsgruppe Darmstadt, wie das Tonnengewölbe ummantelt wird, damit die Last nicht auf dem Gewölbe selbst liegt.  

Ganz nebenbei fällt mir auf, dass unter einer dicken Schicht Staub und Sand alte Bodenfliesen liegen. Ich  klopfe Sand und alten Mörtel ab, hervor kommt eine Art Terracotta-Fliese. Sie werden fein säuberlich gestapelt und sollen später im Gebäude wieder ihren Platz finden.



Hupps! Was ist denn dort? Unschwer zu erkennen, dass sich hier einmal die Toilette befunden hat. Jetzt hängt die Toilettenrolle im Freien. Noch drei Wochen wird sie von der früheren Funktion dieses Örtchens zeugen.


Der Kran kommt

Wir hätten es nicht für möglich gehalten, dass man durch den kleinen Torgang einen ganzen Kran nach drinnen auf das Grundstück schaffen kann. Es ging - mit Millimeterarbeit. Gäbe es "Wetten dass ... " noch, könnte die Mannschaft von Dörhöfer eine Außenwette anbieten. Hut ab!